Aktien-Depot - Lexikon der BörseBundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
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| Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde am 1. Mai 2002 als Nachfolgerinstitution des BAKred (ehemaliges Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen), des BAWe (Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel) und des BAV (Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen) auf der Grundlage des "Gesetzes über die integrierte Finanzdienstleistungsaufsicht" (FinDAG) vom 22. April 2002 gegründet. Mit der Gründung der BaFin gibt es in Deutschland erstmals eine einheitliche staatliche Aufsicht für alle Bereiche des Finanzwesens, wie Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Versicherungsunternehmen und Wertpapierhandelsunternehmen. Die Verflechtungen auf den Kapitalmärkten und die damit verbundenen Risiken sollen dadurch besser erfassbar und handhabbar werden. Die Bundesanstalt soll so einen Beitrag zur Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Deutschland leisten. Die BaFin unterliegt der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Sie ist eine bundesunmittelbare, rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Dienstsitzen in Bonn und Frankfurt am Main. Die BaFin beschäftigt rund 1.300 Mitarbeiter und wird vollständig durch Gebühren und Umlagen der beaufsichtigten Institute und Unternehmen finanziert; sie ist damit unabhängig vom Bundesetat. Von der BaFin werden etwa 2.400 Kreditinstitute, ca. 800 Finanzdienstleistungsinstitute und ca. 700 Versicherungen sowie der Gesamte Wertpapierhandel beaufsichtigt. (Stand: April 2004). Inhaltsverzeichnis Die BaFin wird von einem fünfköpfigen Gremium geleitet. Der Präsident, derzeit Jochen Sanio, wird von einem Vizepräsidenten, derzeit Karl-Burkhard Caspari vertreten. Diesen sind drei Direktoren für die Bereiche Bankenaufsicht, Versicherungsaufsicht und Wertpapieraufsicht unterstellt. Den Mitgliedern des Leitungsgremiums sind die einzelnen Fachabteilungen nachgelagert. Die Aufgaben der BaFin liegen in den folgenden Bereichen: Neben eigenen Prüfungen werden durch die Deutsche Bundesbank, §7 KWG und außerdem durch Wirtschaftsprüfer weitere Prüfungen durchgeführt. Ziele der Aufsicht sind * Insolvenzschutz, Sicherung der anvertrauten Vermögenswerte und
der Zahlungsfähigkeit. Neben monatlichen Kurzbilanzen (Monatsausweisen) sind von den Kreditinstituten Meldungen zu Groß- und Millionenkredite zu bestimmten Terminen abzugeben. Hier wird die Erfüllbarkeit der eingangenen Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen überwacht. Hierzu zählen: * Anlagen im Deckungsstock Wertpapieraufsicht und Assetmanagement Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BaWe) ist eine der Institutionen, die im BaFin aufgegangen sind. Das BaWe wurde 1995 gegründet, als Insiderhandel und Front-Running auch gesetzlich untersagt wurden. Banken meldeten seit 1995 dem BaWe (und der Nachfolgeorganisation BaFin) alle Wertpapierkäufe sowie -verkäufe. Das Amt erhält außerdem jede Ad-hoc Meldung. Aufgrund der vorliegenden Daten versuchen Mitarbeiter des BaFin alle Mißbrauchsfälle im Wertpapierhandel aufzudecken (Insiderüberwachung). Dies erfolgt durch: * Bekämpfung von Insidergeschäften Dieser
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