Aktien-Depot - Lexikon der BörseFonds
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| Die Bezeichnung Fonds stammt aus dem Französischen und heißt übersetzt Kapital. Die englischsprachige Bezeichnung lautet Fund. In einem Fonds sind eine Vielzahl von Wertpapieren, Immobilien, festverzinslichen Anlagen oder anderen Werten enthalten, die zusammengezählt einen bestimmten Geldwert ergeben. Dieser Geldwert wird sodann in einzelne, kleinere Anteile geteilt. Diese Fonds-Anteile oder Bruchteile davon können Anleger zu einem börsentäglich ermittelten Kurs handeln. Eigentümer von Fondanteilen verfügen nicht direkt über die zugrundeliegenden originären Werte wie Aktien oder Immobilien sondern sie beteiligen sich an einer Eigentumsgemeinschaft. Es handelt sich daher um derivative Produkte. Fonds werden in Deutschland im Sondervermögen von Investmentgesellschaften betrieben, welche als Kreditinstitute gelten und seit dem 1. Januar 2004 dem Investmentgesetz (InvG) genügen müssen. In Österreich erfolgt die gesetzliche Regelung durch das Investmentfondsgesetz (InvFG) Novelle 2003. Risikomischung und komplexe Zusammensetzung sind in Deutschland und in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Es wird grundsätzlich zwischen offenen Fonds und geschlossenen Fonds unterschieden. Daneben gibt es noch Spezialfonds. Anteile an offenen Fonds können jederzeit zu tagesaktuellen Kursen gekauft und verkauft werden. Dagegen werden geschlossene Fonds in der Regel auf eine festgelegte Laufzeit abgeschlossen. Ein vorfälliger Verkauf von geschlossenen Fonds ist nicht vorgesehen. Offener Fonds Vorteile eines Fonds Fonds ermöglichen Anlegern mit geringen finanziellen Mitteln und wenig Zeit und Wissensaufwand am Produktivkapital teilzuhaben. Mit vergleichsweise geringen Einmalanlagen und Sparsummen können sich Anleger risikogestreut an mehreren Wertpapieren beteiligen und diese professionell verwalten lassen. Fonds- Sparpläne sind meistens bereits mit geringen monatlicher Sparrate möglich und sind ein besonders flexibles Instrument zur Altersvorsorge und Vermögensaufbau. Vorteilhaft macht sich hierbei der Durchschnittskosten-Effekt für den Anleger bemerkbar. Steuerliche Aspekte Weiterhin unterliegen Kursgewinne nicht der Kapitalertragsteuer, wie zum Beispiel die Zinsen des Sparbuchs. Voraussetzung hierfür ist, dass die Anteile länger als die Spekulationsfrist von einem Jahr gehalten wurden. Corporate Actions eines Fonds: RollUp Vertriebswege von Fonds Anlegerschutz Zum Schutz des Kunden hat das Kapitalanlagegesetz bisher vorgeschrieben, dass ein Fonds nicht mehr als 5 % seines Fondsvermögens in einen einzelnen Wertpapiertitel investieren darf. Und vom einzelnen Titel dürfen nicht mehr als 10 % erworben werden. Das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht die Einhaltung der durch den Gesetzgeber erlassenen einschlägigen Gesetze. Kosten eines üblichen Fonds Zu den Kosten gehören auch jährliche Managementgebühren, die täglich aus dem Fonds entnommen werden: Dies ist ein Prozentsatz des Vermögensstandes zum Berechnungsstichtag (in der Regel zwischen 0,2 und 7 %), der der Investmentgesellschaft als Vergütung für ihre Verwaltungsarbeit zusteht. Bei bestimmten Fonds (Fonds ohne Ausgabeaufschlag, Trading-Fonds) wird zwar kein Ausgabeaufschlag erhoben, dafür sind die Verwaltungsgebühren normalerweise erheblich höher, so dass sich ab einer gewissen Haltedauer der Anteile, der Kauf mit Ausgabeaufschlag besser gerechnet hätte. Der Ausgabeaufschlag wird schließlich nur bei Kauf erhoben und nicht jährlich, wie die Verwaltungsgebühr, die sich zudem am (hoffentlich steigenden) Inventarwert des Fonds orientiert. Einige Fonds verlangen Erfolgsvergütungen, teils auf absoluter (Beteiligung am Gewinn) oder relativer (Beteiligung am Übertreffen einer bestimmten Benchmark) Bemessungsgrundlage. Bei der Entscheidung für ein konkretes Investmentprodukt ist daher immer zu beachten, dass die Performancezahlen, die eine Fondsgesellschaft veröffentlicht, brutto zu verstehen sind. Haben Sie beispielsweise 3 % Agio bezahlt und einen Fonds mit 1 % Managementgebühren, ist ein "Gewinn" von 4 %, den der Fonds nach einem Jahr ausweist, de facto (fast) völlig durch die Kosten des Fonds im ersten Jahr ausgeglichen. Zu den Kosten eines Investments gehören außerdem jene Kosten, die manche Depotbank verlangt (Depotführungsgebühr), die im Durchschnitt zwischen 30 und 40 Euro pro Jahr betragen kann. Innerhalb von Fonds gibt es eine Menge versteckter Kosten, die im laufenden Betrieb aus dem Fonds entnommen werden, zum Beispiel häufig Druckkosten für Berichte und vieles mehr (siehe Total Expense Ratio). Je nach Depotbank kommen schließlich manchmal noch Handelskosten dazu (Provision, Spesen, Maklergebühren) - jene Kosten, mit denen der Fonds beim Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers durch die Gebühren des Händlers (Bank oder Makler) belastet wird. Letztlich kommt es auf das Ergebnis nach Kosten an, ob ein bestimmter Fonds ein gutes Ergebnis im Vergleich zu seiner Benchmark geliefert hat. Dies gelingt nur den wenigsten Fonds beständig. Bei über 6000 zum Vertrieb zugelassenen Fonds in Deutschland, werden die meisten Anleger nur mit Hilfe ausgiebiger Recherche oder Beratung den für ihre Anlagezwecke geeigneten Fonds finden können. Fondarten Aktienfonds Dieser
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