Aktien-Depot - Lexikon der BörseGeschlossene
Fonds
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| Geschlossene Fonds sind eine spezielle Unterkategorie von Fonds und werden zur Finanzierung von definierten, in der Regel größeren Investitionen beispielsweise Immobilien oder Schiffen (siehe geschlossene Immobilienfonds) aufgelegt.
Ein geschlossener Fonds ist ein Beteiligungsgeschäft, das heißt der Käufer wird Anteilseigner und Miteigentümer einer Gesellschaft. Dies kann erhebliche steuerliche Auswirkungen haben und birgt die entsprechenden Vorteile aber auch Risiken einer echten Beteiligung. Vorteile geschlossener Fonds Risiken Viele geschlossene Fonds haben eine Nachschusspflicht. Dies gilt vor allem für die GbR-Fonds. Bei den KG-Fonds in denen sich der Anleger als Kommanditist beteiligt, haftet er "nur" mit seiner Einlage. Der Unterschied liegt in der Gesellschaftsform. Ein GbR-Gesellschafter ist Vollhafter. Der Kommanditist einer KG in der Haftung auf seine Einlage beschränkt. Der GbR-Gesellschafter muss, wenn bereits klar ist, dass der Fonds wirtschaftlich nicht tragfähig ist, niemals Gewinne erwirtschaften wird und der Anleger seine Steuervorteile nachträglich verliert, zusätzliches Geld investieren. Also gutes Geld schlechtem hinterherwerfen. Ein Verkauf von Anteilen ist vor der Auflösung des Fonds nur möglich, wenn man selbst einen Käufer hierfür findet. Der Preis orientiert sich dann an Angebot und Nachfrage. Bisher hat sich kein funktionierender Zweitmarkt für diese Anteile gebildet, da in der Regel nur wirtschaftlich nicht tragfähige Anteile angeboten werden. Vielfach werden geschlossene Fonds über Kredite finanziert. Mögliche steuerliche Vorteile werden so gegebenenfalls vergrößert. Neben den üblichen 15 bis 17 Prozent Verkaufsprovisionen auf geschlossene Fonds, könnte aber auch die zusätzliche Abschlussprovision für die Kreditvermittlung eine Rolle spielen. Bei diesen Zahlen wird auch verständlich, warum viele Anleger über eine Beteiligung an einem geschlossenen Fonds verfügen, die eigentlich gar kein steuerliches Problem hatten. An offenen Fonds kann der Vertrieb halt erheblich weniger verdienen, als an geschlossenen Fonds, Lebensversicherungen oder Bausparverträgen. Gängige Investitionsgüter für geschlossene Fonds sind neben Immobilien beispielsweise auch Schiffe (Containerschiffe, Tanker und andere) (Schiffsfonds, Tonnagesteuer), Anlagen zur Produktion regenerativer Energien (zum Beispiel Windkraft) und Filme (Medienfonds). Windkraft- und Biogasfonds werden wegen Ihrer Anlageschwerpunkte auch alternative Anlagen genannt. Auserdem gibt es geschlossene Fonds die in Zweitmarkt Kapitallebensversicherungen (US-Life, Britische Leben, Deutsche Leben)investieren und schließlich sind auch die Venture-Capital oder Private Equity Gesellschaften zu erwähnen Da der Markt der geschlossenen Fonds außer der Prospekthaftung keiner staatlichen Kontrolle unterliegt, spricht man hier auch vom grauen Kapitalmarkt. Dieser
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