Aktien-Depot - Lexikon der BörseRolling Turbo
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| Rolling Turbo bezeichnet ein deutsches Finanzderivat, das von der Firma Goldman Sachs 2004 eingeführt wurde. Es wird von institutionellen oder privaten Anlegern gehandelt. Das wichtigste Kennzeichen eines Rolling Turbo ist die strenge Bindung seiner Wertentwicklung an den Börsenkurs eines anderen, an der Börse oder im außerbörslichen Handel gehandelten Wertpapiers. Der Faktor, um den der Kurs des rolling turbo stärker steigt oder fällt als der des zugeordneten Basiswertes, auch underlying genannt, bezeichnet man als Hebel. Im Gegensatz zu anderen Finanzderivaten, z.B. Optionsscheinen wird der Hebel eines Rolling Turbo von Tag zu Tag konstant gehalten, wofür der Emittent durch festgelegte Verfahren zur Neubewertung sorgt. Erwerber eines Rolling Turbo gehen von einem vorhersagbaren Kursverlauf des Basiswertes aus und versprechen sich höhere Kursgewinne als sie beim Kauf des Basiswertes möglich wären. Im Jahr 2004 wurden rolling turbos auf den DAX mit einem Hebel zwischen 5 und 35 angeboten. Weitere Besonderheiten von Rolling Turbos im Vergleich zu ähnlichen Finanzderivaten: -Die Laufzeit ist oftmals nicht begrenzt. -Das Risiko eines Totalverlustes ist geringer als bei Finanzderivaten mit einem nach stärkeren Kursschwankungen erzwungenen Laufzeitende (einem sogenannten Knock Out). Rechtliches -Voraussetzung für den Handel mit Rolling Turbos ist die Finanztermingeschäftsfähigkeit nach § 37d Wertpapierhandelsgesetz. Dieser Artikel basiert auf
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